Über das Thema Bahnlärm wollte Achim Hütten mit Verkehrsminister Wolfgang Tiefensee sprechen. Ihn bei einer Ortsbegehung durch Rhens das „spüren“ lassen, was manch einen Anwohner um den Schlaf und die Gesundheit bringt. Vom teils ohrenbetäubenden Lärm an Rhein und Mosel brauchte man Andrea Nahles und den Wirtschaftsminister Hendrik Hering nicht mehr zu überzeugen. Beide setzen sich seit Jahren gemeinsam mit Achim Hütten und vielen Anrainern der Bahngeleise für einen besseren Lärmschutz an beiden Strecken ein. So war der Besuch des Bundesverkehrsministers Pflicht im vollen Terminkalender.
Über das Thema Bahnlärm wollte Achim Hütten mit Verkehrsminister Wolfgang Tiefensee sprechen. Ihn bei einer Ortsbegehung durch Rhens das „spüren“ lassen, was manch einen Anwohner um den Schlaf und die Gesundheit bringt. Vom teils ohrenbetäubenden Lärm an Rhein und Mosel brauchte man Andrea Nahles und den Wirtschaftsminister Hendrik Hering nicht mehr zu überzeugen. Beide setzen sich seit Jahren gemeinsam mit Achim Hütten und vielen Anrainern der Bahngeleise für einen besseren Lärmschutz an beiden Strecken ein. So war der Besuch des Bundesverkehrsministers Pflicht im vollen Terminkalender.
„Für mich ist es wichtig zu sehen, wie man vor Ort lebt und wo die Probleme liegen“, erklärte Wolfgang Tiefensee und besuchte deshalb spontan die Familie Bergmann. Sie lebt seit 1952 an der meist befahrenen Bahnstrecke Deutschlands. Vom Balkon ihres Hauses aus gaben sie den Politikern von Stadt, Land und Bund einen ungeschminkten Eindruck:
„Keine Möglichkeit des Rückzuges vor Lärm für die Bergmanns im ganzen Haus“, stellte Tiefensee fest. Denn die Schränke samt Inhalt, sogar die Heizkörper wackeln, mit jedem Zug, der das Haus passiert. Das macht einen Verkauft des Hauses so gut wie unmöglich.
Im „Goldenen Stern“ von Rhens stellte Tiefensee das Dilemma dar:
Zu den immer häufiger im Ministerium eingehenden Klagen über Lärmbelästigungen sprach er und stellte fest: „In dem Maß, in dem wir mehr Güter über die Schiene transportieren, wächst die Beeinträchtigung durch Lärm.“ Dezidiert führte er aus, dass allen Beteiligten bewusst sei, wie wichtig Ruhe für die Menschen als eine Form der Lebensqualität ist. „Hier steht die Politik vor dem Problem: Wie vereinbart man hohe Mobilität sowohl im Güter- wie im Personenverkehr mit einer guten Anbindung aller Menschen und ihrem Bedürfnis nach ruhigem Schlaf, nach Lebensqualität, nach der Attraktivität der Regionen an Rhein und Mosel für Touristen?“ Die richtigen Antworten zum Erhalt der Wirtschaftlichkeit, zur Förderung des Klimas, der Lebensqualität und der Gesundheit erforderten gezielte Lösungen vor Ort.
Einige Beispiele zum Thema Mobilität und Verkehrsaufkommen. Das Containeraufkommen allein an Häfen wie Andernach oder Ludwigshafen sei sprunghaft gestiegen und man rechne damit, dass in der EU bis zum Jahr 2020 das Güterverkehrsaufkommen insgesamt um 50 Prozent wächst.
Die Minister Tiefensee und Hering berichteten von der Bingener „Lärmschutzkonferenz“und machten noch einmal deutlich, dass die Mittel für den aktiven und passiven Lärmschutz deutlich aufgestockt wurden. Für Lärmschutzwände, die gerade in touristischen Regionen umstritten seien. Für Ausstattungen der Züge mit Komposit- bzw. Flüster bremsen die den Lärm um 50 Prozent vermindern. Man wird prüfen, wo Ortsumgehungen für Züge möglich sind und den Schutz der Anwohner vor Schienenverkehrslärm durch entsprechende Maßnahmen vor allem während der Nacht verbessern.
Im Rahmen des Pilotprojekts „Leiser Rhein“ werden alle Waggons mit Komposit- oder LL- Bremssohlen ausgestattet. Dies bedeutet Investitionen bis 2012 von 6000 bis 8000 Euro pro Wagon.
Achim Hütten zeigte sich hoch erfreut darüber, dass sich nun recht bald einiges tun wird. „Gerade die von Hochwasser und Bahnlärm geplanten Moselaner und Anwohner am Rhein warten dringend auf diese Verbesserungen. Deshalb sind wir dankbar, dass Wolfgang Tiefensee auf unser aller Drängen hin diesem wirklich hohe Summen kostenden Pilotprojekt „Leiser Rhein“ höchste Priorität gibt. Ich gehe davon aus, dass die Menschen vor Ort bald merken, dass sich etwas ändert und verbessert.“